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Breitscheid im Airshow-Fieber: Packende Luftnummern und fliegende Kraftpakete

Der himmlische Tanz ist eröffnet! Startfreigabe für den Breitscheider Luftzirkus. Die Airshow 2012 ist eröffnet. Und es sieht gut aus. Sehr sogar. Hatte es am Freitagabend während und nach der Landung der ersten Teilnehmer anhaltend zu regnen begonnen, sollte sich die Lage am nächsten Morgen schlagartig wandeln. Wir können aufatmen. Und am Sonntag (2. September), wenn das eigentliche Hauptprogramm über die Bühne geht, dürfte es wettermäßig noch besser aussehen. Dann geht es richtig in die Vollen. Jetzt ernten Gäste und Gastgeber die Früchte eines mehr als einjährigen Planungs-Marathons. Ein solches Großereignis will bis ins Eff-Eff vorbereitet sein. Da müssen tausend Dinge berücksichtigt werden. Nichts darf dem Zufall überlassen werden. Und die Organisatoren haben ihre Hausaufgaben gemacht, wie man sieht. Da ist auch stets Improvisationstalent gefragt. Wie immer müssen bei solchen Anlässen kurzfristige Absagen verkraftet und kompensiert werden. Auf die Schnelle adäquaten Ersatz für das ein oder andere angekündigte "Highlight", das dann wegen technischer Probleme ausfällt, zu besorgen, erfordert exzellente Kontakte in die entlegensten europäischen Luftfahrtkreise. Auch diesmal ist es letztlich wieder gelungen, ein breitgestreutes Teilnehmerfeld zu rekrutieren, das die gesamte Bandbreite der Fliegerei abbildet. Mehrere Tausend Luftfahrtfreunde haben bereits am heutigen Samstag die Gelegenheit genutzt, auf der "Hub" in die faszinierende Welt der Fliegerei hinein zu schnuppern - hautnah. Nach und nach füllten sich die "Ränge". Die meisten Airshow-Flugzeuge waren bereits vor Ort und konnten aus nächster Nähe besichtigt werden. Und deren Piloten nutzten die Zeit, schon einmal die ein oder andere Trainingseinheit zu absolvieren. Uns sie hatten und haben jede Menge Tricks auf Lager. Das lässt für Sonntag einiges erwarten. Rasante Manöver, ausgeführt mit vollendeter Präzision - und die Luft gefüllt und durchdrungen vom satten, röhrenden Sound der mächtigen Motoren. Da geben sich jede Menge Boliden die Ehre, imposante "Warbirds" der Heavy-Metall-Klasse. Beispielsweise die Hawker "Sea-Fury", das schnellste jemals in Serie gebaute kolbengetriebene Jagdflugzeug der Welt. 750 km/h schnell holte Christoph Jacquard aus Frankreich alles aus dieser imposanten Maschine heraus. Welch ein Bild, welch ein Klang! Nicht weniger bestaunt und beklatscht wurden die P 51 "Mustang", die Mark Matthis in Vollendung präsentierte, die Curtiss P40 "Warhawk" (bekannt aus dem Film "Pearl Harbor" ) oder die russische YAK 3. Und zwischendurch immer wieder das gutmütige Tuckern der guten alten "Tante Ju", die mit erwartungsvollen Passagieren an Bord ihre gemächlichen Runden über dem Westerwald dreht. Der Formationskunstflug von Walter und Toni Eichhorn in ihren bulligen North American T 6 ist immer wieder ein packendes, "haarsträubendes" Erlebnis. Da rühren echte Profis die Steuerknüppel. Allemal ein echter Hingucker ist auch die imposante T-28 "Trojan", unter deren Haube 1425 Pferdchen wiehern, während die Nostalgie-Fraktion angesichts der zahlreichen doppeldeckrigen Oldies feuchte Hände und glänzende Augen bekommt. Das fängt bei den Bücker-Jungmanns an und hört bei den Boeing "Stearmans" noch lange nicht auf. Und dann servierten die französische Patrouille Cartoche Doré noch einen Appetitanreger auf kommende Aerobatic-Freuden. Die Kunstflugstaffel mit ihren drei TB 30 "Epsilon" ist weltbekannt und das Aushängeschild der Armée de l'air. Welch eine Präzison und Perfektion! Die frühere deutsche Segelkunstflugmeisterin Martina Kirchberg sorgte dann am bereits dunklen Abendhimmel mit ihrem Swift 1 für einen denkwürdigen Tagesabschluss. Motto ihrer mit Leuchtspurtechnik garnierten "Nightshow": Romantik, Präzision und Gefühl. Eindrucksvolle Bilder lieferten auch sechs Heißluftballons, die zu vorgerückter Stunde die Backen aufbliesen und leuchtend die Nachtschwärze durchdrangen. Morgen nun wird es richtig "ernst". Ab zehn Uhr geht die Airshow Breitscheid in ihre zweite und entscheidende Runde. Dem fliegerischen um 12 Uhr beginnenden Vorprogramm voraus gehen Rundflüge, Trainingsflüge und eine Ausstellung der beteiligten Maschinen. Ab 13 Uhr wird dann das Hauptprogramm eingeläutet, das bis 17.30 Uhr Aero-Action non-stop bietet.

        LSG Breitscheid-Haiger