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Ein ereignisreicher Tag ist zu Ende: Die Breitscheider Airshow begeisterte 10.000 Besucher

So, die (Luft-)Schlacht ist geschlagen. Eine Momentaufnahme. Es ist Sonntag, der 2.September, 18 Uhr. Die meisten Teilnehmerflugzeuge der Airshow sind schon gestartet und befinden sich auf dem Heimflug. Nur die schnittigen, blau lackierten TB-30 Epsilon der Patrouille Cartouche Doré stehen noch in Reih und Glied am Rande des Flugfeldes und glänzen in der Abendsonne. Derweil schreiben sich die Piloten der französischen Staffel die Finger wund und geben Autogramme ohne Ende. Langsam kehrt wieder Ruhe ein auf der „Hub“. Ein ereignisreicher Tag klingt aus, ein Tag angefüllt mit Action, Rasanz und tollen Bildern. Die Luftfahrt hat sich von ihrer schönsten, faszinierendsten Seite präsentiert. Annähernd 10.000 Zuschauer dürften es gewesen sein, die das spannende Flugprogramm verfolgten und genossen. Es war ein langer Tag. Schon ab 10 Uhr vormittags gab es hier die ersten Starts und Passagierrundflüge, während der eigentliche Airshow-Reigen um 12 Uhr startete. Erst fing es ganz langsam (mir einem kleinen Vorprogramm) an, aber dann….! Es dürfte müßig sein, all die attraktiven Prorammpunkte noch einmal aufzulisten und zu würdigen. Fakt ist, es war eine ausgeklügelte Abfolge spektakulärer und sehenswerter Flugmanöver. Natürlich kassierten die mächtigen „Warbirds“ mit ihrem durch Mark und Bein gehenden Sound die meisten Ahhs und Ohhs. Wobei die Hawker „Sea-Fury“ wohl die meisten Punkte einheimste. Aber die P-51 „Mustang“, die P-40 „Warhawk“ und die YAK-11 waren dahingehend auch nicht von schlechten Eltern. Marc Mathis, Eric Goujon und George Perez lieferten eine erstklassige Performance ab, was man Wolfgang Seitz sowieso per se attestieren muss. Mit seinem roten „Spielzeug“, einer vor Kraft strotzenden YAK-55, war der Pohlheimer wieder bemüht, alle Gesetze der Aerodynamik und Schwerkraft auf den Kopf zu stellen. Whoww! Welch eine Nummer! Aerobatic vom Allerfeinsten. Eher gemächlich ließ es das aus zwei Bücker-Jungmanns und einerFocke-Wulf FW 44 „Stieglitz“ bestehende Doppeldecker-Trio angehen. Nostalgie pur. Ja, und Erich von Däniken hätte an dem „Ufo“, das über dem Westerwald kreiste, sicher seine helle Freude gehabt. Der kleine Nurflügler von Bert Verhees war eine echte Kuriosität. Uwe Glöckner machte mit seiner My 102 wie immer mächtig Dampf und konnte gar nicht genug davon bekommen. Selbst lange nach Feierabend drückte der Mann noch auf die Tube. Martina Kirchberg gewährte mit ihrem Swift S1 Einblick in die hohe Schule des Segelkunstflugs, während der von Georg Bierschneider vorgeführte FanTrainer 400 ob seines schnittigen Designs und unkonventionellen Antriebs ebenfalls viel Beachtung fand. Georg Raab und Ulrich Spielmann geben mit ihren gelben Boeing-Stearmans immer wieder ein wunderschönes Bild ab, während der schon historische Fieseler Storch von Ulrich Bende mit seinen extremen Langsamflug-Eigenschaften verblüffte. Und natürlich die „Eichhörner“. Es war wohl eine der letzten Gelegenheiten, Walter und Toni Eichhorn bei ihrem präzisen und rasanten Formationskunstflug zu bestaunen. Zumindest, was die dabei eingesetzten Flugzeuge anbelangt. Die auffällig lackierten North American T-6 haben ausgedient werden ausgemustert. Die Bad Camberger rüsten auf die Extra 320 um. Mit ihrer Show begeistern und verblüffen die Beiden immer wieder die Massen. Und das glückt auch dem zweiten Vater-Sohn-Gespann des Tages, Ralf und Nico Niebergall. Der „Macho“ und sein Junior zelebrieren einen Formationskunstflug der außergewöhnlichen und ungewöhnlichen Art. Der „Große“ mit einem „richtigen“ Flugzeug, seiner SIAI SF-260 „Marchetti“, der „Kleine“ mit einer Modellversion desselben Typs. Und mit der Beech 17 „Staggerwing“, der zweimotorigen Beech 18, der kleinen und extrem wendigen Pitts S-2 oder der schnittigen Husky A 1 war das Teilnehmerfeld noch längst nicht erschöpft. Mit Daniel Müller, Wolfgang Klühr und Thomas Singer hatten schon ganz zu Anfang drei Modellpiloten der Spitzenklasse ihrer Zunft alle Ehre gemacht. Müller hatte bereits am Samstagabend mit seiner von viel Pyrotechnik begleiteten Nachtshow für Furore gesorgt. Während er einen Mikado-Hubschrauber bevorzugt, zeigten die Kollegen mit ihren beiden L-39-Jets rassigen Formationskunstflug. Ach wäre es schön gewesen, wenn auch die beiden ursprünglich eingeplanten Spitfires dabei gewesen werden. Dann hätte der Heritage-Flight, zu dem sich die Mustang, der Warhawk und die YAK-11 am Himmel vereinigten, noch einen Tick grandioser ausgefallen. Und danach gehörte die ungeteilte Aufmerksamkeit der großen Menge den Piloten der Patrouille Cartouche Doré. Sie sorgten für einen glanzvollen und würdigen Abschluss der Show. Die unglaubliche Präzison der Staffel ist legendär, wie festgetuckert fliegen die drei Maschinen ihre Manöver. Bravo und Danke für dieses „aero-tische“ Geschenk! JÜRGEN HEIMANN

        LSG Breitscheid-Haiger